„Der Esel nennt sich immer zuerst“

Aktualisiert: März 4

...ist so ein schulgebundener Satz, der in meinem Kopf hängengeblieben ist.

Okay, dann werde ich zumindest heute zum Esel. Warum? Ich sitze heute am Schreibtisch und unser Team bereitet die letzten Details des Universal Design Programms im Rahmen der MCBW 2021 vor. Vor einem Jahr hatten wir nahezu die gleiche Situation mit der damaligen Frage, ob die MCBW 2020 abgesagt werden könnte. Alle MCBW Kolleginnen wurde auf der Hälfte der Laufzeit mit einer Vollbremsung gestoppt. Am Donnerstag, den 12.03.2020 war „Feierabend“. C* hatte gewonnen. Wir hatten fast damit gerechnet, dennoch kam eine merkwürdige Stimmung und Abbausolidarität auf. Alle halfen sich gegenseitig, um möglichst schnell die Ausstellungen abzubauen. Traurig und enttäuscht ging es nach Hause.

Allerdings wurden bereits auf dem Rückweg für neue Jahr geplant. Wir waren uns sicher, spätestens im Sommer würde dieser C* Spuk enden. Diesen Wunsch erfüllte uns C* nicht, aber er setze ungeahnte Kreativpotentiale bei allen MCBW Akteuren frei. Und trotz aller Wirren, es gelang auch unserem Team aus dem analogen Format etwas digitales „Anderes“ zu formen.

Klar, wir sind unsicher.

Werden unsere glaserfaserfreien Leitungen stehen, um unsere Performance in diesem sichtbar werden zu lassen? Werden unsere Gäste/ Kunden*innen digital wiederkommen, und uns nicht übelnehmen, dass es keine Veranstaltung „Zuckerkuchen & Design“ geben kann/darf?


Wir werden es sehen, erleben und wir werden wieder dazulernen, um „unsere MCBW“ als Bühne für euer und unser Universal Design erlebbar zu lassen und um in 2022 hoffentlich wieder eine Ausgewogenheit zwischen Analog und Digital herzustellen (nennt man wohl hybrid).


Und warum erzähle ich das alles? Weil ich fest überzeugt bin, dass das Universal Design noch nie so wichtig war, wie in diesen für alle ungewöhnlichen Zeiten.

Wie sieht es aus mit der digitalen Grundversorgung?

Wie sieht es aus mit der gesellschaftlichen Teilhabe?

Wie kann und wird „Digitales“ zum sinnvollen und wirtschaftlichen Werkzeug für alle Nutzer*innen?

Diese und viele weitere Fragestellungen haben wir für euch/sie aufbereitet. Alle Veranstaltungen können dank der Förderung durch bayern design und das Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie kostenfrei besucht werden - und ja wir sind fast 100% digital.

Fast? Richtig. Zumindest eine kleine, analog Ausstellung findet hinter den Schaufenstern des Oskar von Miller Forum in München statt (06.03 – 15.03.2021). Danke an Team für die Unterstützung.


Digital: Hierzu besucht bitte den täglichen Universal Design Channel mit Fachinformationen, mit Experten*innen aus Universal Design, Design, Wirtschaft, Health & Care, Sozialwirtschaft, Pflege und Gesundheit.




Und zum Schluss ein Universal Design/ MCBW Geheimtipp:

Sonntag, 07.03.2021, 16:30 Uhr „Nicht schon wieder Rudi“ ein Film für die ganze Familie über das Thema Demenz. Informativ und trotz der Schwere des Themas amüsant und einfühlend. Und danach könnt ihr die Schauspielerin/ Drehbuchschreiberinn Ona Devi Liebich, den Regisseur/ Schauspieler Ismail Sahin, Sabine L. Distler und Lorenz Baier (Regisseur des Vorfilms "Sanfter Engel") in einem Filmgespräch kennen lernen. Preview gewünscht?


Oona Devi Liebich

Wir haben unseren Blog zur MCBW wieder aktiviert. Also dranbleiben und wiederkommen!



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